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ein gutes und inklusives Jahr 2026!
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Was passiert rund um Inklusion, Barrierefreiheit und kritische Soziale Arbeit in Berlin? Was entwickelt sich, wo gibt es Rückschritte, wer setzt sich ein? Der neue, erweiterte Newsletter von Berlin inklusiv informiert dich ab jetzt immer zum Ende des Monats darüber.
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Scrolle nach unten zu unseren neuen Rubriken: Berliner Nachrichten zu Inklusionsthemen, Kurzportraits von Menschen, die sich in der Hauptstadt für Inklusion einsetzen und wichtige Termine - zusätzlich zu unseren neuen Blogbeiträgen. In dieser Ausgabe:
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- Blogbeitrag zum Thema "Das neue Behindertengleichstellungsgesetz und die Kritik der Verbände"
- Die schlechte Nachricht: Berlins Barrierefreiheit ist nur "okay 😐"
- Die gute Nachricht: Barrierefreie "Lauschtour" für die Altstadt Spandau jetzt verfügbar
- Kurzportrait: Berliner Antidiskriminierungsberaterin Anna Heidrich
- Inklusionstermine im Februar - in Berlin und online
Hast Du Feedback, Fragen oder Themenvorschläge? Wir freuen uns auf den Austausch mit Dir! Erreiche uns ganz einfach unter info@berlin-inklusiv.de oder antworte auf diese E-Mail. Besonders freuen wir uns jetzt auch über Vorschläge für Termine und Kandidat:innen für die Kurzportraits!
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Maria Milbert / Redaktion Berlin inklusiv
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BGG-Reform 2026: Privatwirtschaft in der Pflicht – aber mit angezogener Handbremse?
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Das neue Behindertengleichstellungsgesetz und die Kritik der Verbände
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Nach jahrelanger Diskussion liegt der Entwurf zur Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes vor. Kernbotschaft: Erstmals sollen private Anbieter:innen von Gütern und Dienstleistungen zur Barrierefreiheit angehalten werden – ein historischer Schritt. Doch Behindertenverbände sprechen von einer „kosmetischen Korrektur“, denn Unternehmen würden mit dem neuen Gesetz kaum zu konkreten Schritten verpflichtet. Der Beitrag bietet eine Einführung in das Gesetz, zeigt vorgesehene Veränderungen, greift die Kritik der Verbände auf und fragt: Wie geht es weiter mit dem BGG?
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Die schlechte Nachricht: Berlins Barrierefreiheit ist nur "okay 😐"
Barrierefreiheit objektiv zu bewerten ist schwierig, da Menschen durch sehr unterschiedliche Barrieren eingeschränkt werden. Nun gibt es dazu ein neues digitales Werkzeug: den a11y-Score, den die Sozialheld*innen im Rahmen der vom Bundesverkehrsministerium geförderten Innovationsinitiative mFUND entwickelt haben.
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Der a11y-Score soll Barrierefreiheit im öffentlichen Raum erstmals messbar und vergleichbar machen: Er zeigt auf einer Skala von 0 bis 100 Punkten an, wie barrierefrei eine Stadt, Region oder ein Landkreis bereits ist. Als Basis dienen offene Daten aus OpenStreetMap. Aktuell ist der Score in einer Beta-Version verfügbar, die alle 16 Bundesländer sowie 418 kreisfreie Städte und Landkreise umfasst.
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Soweit die eigentlich gute Nachricht. Die schlechte: Berlin kommt mit 24 von 100 Punkten nicht gut weg - Bewertung "okay 😐". Allerdings liegen auch die meisten anderen Regionen im "Okay"-Bereich von 20-25 Punkten. Von echter Barrierefreiheit ist Deutschland noch weit entfernt!
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Die gute Nachricht: Barrierefreie "Lauschtour" für die Altstadt Spandau jetzt verfügbar
Die historische Spandauer Altstadt im eigenen Tempo entdecken - eine per App verfügbare Audiotour macht es möglich bereits seit längerer Zeit möglich. Nun ist diese kostenfreie „Lauschtour“ auch in mehreren barrierefreien Varianten nutzbar. Der Audioguide in Deutsch und Englisch wurde u. a. in einfacher bzw. leichter Sprache aufbereitet und um Audiodeskription sowie Gebärdensprachvideos ergänzt. Dabei wurde stellte eine Prüfgruppe die Verständlichkeit und Nutzbarkeit für unterschiedliche Zielgruppen sicher.
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Der Spandauer Tourismus entwickelt sich auch in anderer Hinsicht in Richtung Barrierefreiheit: Begleitend wurden Sensibilisierungsworkshops für touristische Anbieter:innen durchgeführt und der touristische Stadtplan „Plan für Entdecker“ um Informationen zur Barrierefreiheit ergänzt, sodass Besuche besser vorbereitet werden können. Die Lauschtour startet am Gotischen Haus und führt in etwa einer Stunde über zwölf „Lauschpunkte“ durch die historische Altstadt bis zur Zitadelle Spandau. Weitere Infos gibt es auf visitspandau.de, der kostenlose Download der Lauschtour-App ist unter app.lauschtour.de möglich.
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Im Kurzportrait: die Berliner Antidiskriminierungsberaterin Anna Heidrich
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Ich bin Anna Heidrich und beschäftige mich schon viele Jahre mit den Themen Behinderung und Inklusion. Mir ist es wichtig, Inklusion möglichst weit zu denken und dabei viele verschiedene Formen von Identität(en) und Lebensrealitäten zu berücksichtigen. Sowohl beruflich als Antidiskriminierungsberaterin bei der ADB (Antidiskriminierungsberatung Alter, Behinderung, Chronische Erkrankung) als auch als Organisatorin von Tango-Events setze ich mich dafür ein, Räume zu schaffen, in denen Inklusion erlebbar wird.
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Was war ein prägendes Erlebnis für Sie in Bezug auf Inklusion?
Es gibt für mich nicht das eine Erlebnis. Vielmehr ist es eine Reihe von Erfahrungen, oft sind es auch eher kleine Momente, die aber einen Unterschied machen. Im Arbeitskontext freue ich mich z. B. jedes Mal, wenn wir einen Diskriminierungsvorfall melden und die Gegenseite mit Verständnis reagiert, bereit ist, etwas zu ändern, und es auch umsetzt. Beispielsweise wenn die BVG eine weitere Haltestelle barrierefrei gestaltet oder ein*e Arbeitgeber*in angemessene Vorkehrungen bereithält. Das klingt ziemlich selbstverständlich, aber die Praxis zeigt, dass so etwas oft als Extra verstanden wird, und nicht als fundamentales Recht auf Teilhabe und Inklusion.
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Welche konkreten Ziele verfolgen Sie aktuell in Ihrer Arbeit?
Unsere Kernaufgabe ist und bleibt die Beratung. Wir versuchen stetig, die ADB für immer mehr Menschen zugänglich zu machen und unser Angebot zu verbessern. Aktuell setzen wir z. B. unseren Newsletter neu auf und hoffen dadurch neben unserem Beratungsangebot auch generell Interessierte zu den Themen Behinderung, Inklusion und Antidiskriminierung gewinnen zu können.
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Was war ein wichtiger Schritt oder Erfolg ihrer Tätigkeit?
Im letzten Jahr habe ich als Beraterin eine schwerbehinderte Arbeitnehmerin bei der Durchsetzung ihrer Rechte unterstützt. Ich habe sie zunächst außergerichtlich begleitet, bis sie sich entschied zu klagen. Das Berliner Arbeitsgericht hat dann in einem wichtigen Urteil klargestellt, dass fehlende angemessene Vorkehrungen nach § 164 Abs. 4 SGB IX eine Diskriminierung darstellen. Der Klägerin wurde eine Entschädigung zugesprochen, ein wichtiges Signal für die Rechte von Beschäftigten mit Behinderungen und eine Stärkung des Antidiskriminierungsrechts, hier zentral das AGG. (Lesetipp: Beitrag auf Berlin inklusiv zu diesem Fall)
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Welche Herausforderungen sehen Sie derzeit für Inklusion in Berlin?
Mir bereitet der politische Wandel hin zu rechtskonservativen bis teilweise rechtsextremen Positionen große Sorge. Auch in Berlin sind Menschen, die nicht Teil der Mehrheitsgesellschaft sind, von immer mehr Ausgrenzung betroffen, so auch Menschen mit Behinderungen. Ableismus und Behindertenfeindlichkeit nehmen zu und die Stimmen von Menschen mit Behinderungen drohen kein Gehör mehr zu finden. Hinzu kommt, dass diverse zivilgesellschaftliche Projekte und Initiativen für Inklusion und Antidiskriminierung von Kürzungen oder gar Streichungen betroffen sind. Gerade sie leisten aber unverzichtbare Arbeit in Bezug auf Bildungsangebote, Empowerment und individuelle Unterstützung. Berlin muss langfristig und ausreichend in diese Strukturen investieren, um Gleichberechtigung und Inklusion zu ermöglichen.
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Wo sehen Sie Berlin in Sachen Inklusion in 5 Jahren?
Das hängt sehr stark von der politischen Entwicklung im Land ab. Wenn es schlecht läuft, dann hoffe ich auf große Solidarität untereinander, sowohl innerhalb der Bewegung von Menschen mit Behinderungen als auch darüber hinaus. Gegenseitige Unterstützung und neue Bündnisse könnten entscheidend sein, um Inklusion trotz widriger Umstände aufrechtzuerhalten. Wenn es gut läuft, dann wurden hoffentlich weitere Ziele, wie sie z. B. in der UN-BRK formuliert werden, weiter umgesetzt, wie eine barrierefreie Verwaltung, eine inklusive Ausgestaltung des Bildungs- und Gesundheitswesens und mehr Schutz vor Diskriminierung. Damit geht einher, dass Menschen mit Behinderungen eine stärkere Lobby bekommen und ihre Positionen sichtbarer werden.
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Inklusionstermine im Februar - in Berlin und online
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