Kurzportraits: Menschen, die Berlin inklusiver machen

Viele Menschen engagieren sich in Berlin für Inklusion und gegen Diskriminierung – in Initiativen, Wissenschaft, Kultur oder Selbstvertretung. Mit unseren Kurzportraits stellen wir einige von ihnen persönlich vor und geben Einblicke in ihre Arbeit, Perspektiven und Motivation.

Jeden Monat erscheint ein neues Portrait in unserem Newsletter. Die Redaktion freut sich über Vorschläge für neue Kandidat:innen.

Linn Bade – Berliner Aktivistin, Beraterin und Schauspielerin

Linn Bade, 2000 in Berlin geboren, kennt Ausgrenzung aufgrund von Behinderung aus eigener Erfahrung – und setzt sich nun öffentlich dagegen ein. Mit dem Online-Projekt „Handicap Lexikon“ und dem Verein IN-Gesellschaft e.V. legte sie früh den Grundstein für ihre Arbeit an einer inklusiveren Gesellschaft. Heute ist sie selbstständig als Referentin und Workshopleiterin tätig und begleitet Organisationen dabei, Barrieren zu erkennen und abzubauen. Parallel dazu klärt sie auf Instagram und TikTok über Behinderung, Inklusion und Queerness auf – und begeistert damit über 40.000 Follower.

Sigrid Arnade – Pionierin der Selbstbestimmung behinderter Frauen

Dr. Sigrid Arnade wurde 2023 von der Alice Salomon Hochschule Berlin (ASH) zur Honorarprofessorin ernannt und ist eine Pionierin für die Rechte von Frauen mit Behinderung. Seit den 1980er-Jahren setzt sie sich für Selbstermächtigung und Selbstorganisation ein, gründete Organisationen wie das Netzwerk behinderter Frauen Berlin e.V. und war maßgeblich an den Verhandlungen zur UN-Behindertenrechtskonvention beteiligt. Ihr Motto „Immer dranbleiben, nachhaken, niemals aufgeben“ prägt ihr Engagement, das mit Auszeichnungen wie dem Bundesverdienstkreuz gewürdigt wurde.

Anna Heidrich – Berliner Antidiskriminierungsberaterin

Ich bin Anna Heidrich und beschäftige mich schon viele Jahre mit den Themen Behinderung und Inklusion. Mir ist es wichtig, Inklusion möglichst weit zu denken und dabei viele verschiedene Formen von Identität(en) und Lebensrealitäten zu berücksichtigen. Sowohl beruflich als Antidiskriminierungsberaterin bei der ADB (Antidiskriminierungsberatung Alter, Behinderung, Chronische Erkrankung) als auch als Organisatorin von Tango-Events setze ich mich dafür ein, Räume zu schaffen, in denen Inklusion erlebbar wird.